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Aprilscherz: Rotkreuzzentrum wird exterritoriales Gebiet

Am 01.04.18 von Jens Struppek (Allgemein)

Bei diesem Beitrag handelt es sich um unseren diesjährigen Aprilscherz. Lesen Sie mehr dazu in der Auflösung.

Das Wittener Rotkreuzzentrum ist, genau wie alle anderen Rotkreuzstandorte in der Europäischen Union, seit dem 01.04.2018 exterritoriales Gebiet. Das heißt es ist rechtlich gesehen nicht mehr Teil des Hoheitsgebiets der Bundesrepublik Deutschland.
Die Rotkreuzarbeit baut auf 7 Grundsätzen auf: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Insbesondere der Grundsatz der Unabhängigkeit soll durch diese Maßnahme gestärkt werden. Nationale Rotkreuzgesellschaften arbeiteten bisher auf Grundlage des jeweiligen Rechtes ihres Heimatlandes. Dies musste in nationalem Recht den Schutz und die Unabhängigkeit der Organisation sicherstellen. All das passiert auf Grundlage der Genfer Abkommen, die nahezu jedes Land der Erde unterzeichnet hat.
Mit der neuen Regelung hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz mit Sitz in Genf einen Schritt unternommen, die Rotkreuzarbeit im Sinne der Grundsätze von nationalen Besonderheiten unabhängiger zu machen. In langen Verhandlungen, die bisher vertraulich gehalten wurden verhandelte eine Delegation des Internationalen Roten Kreuzes und der verschiedenen europäischen Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften mit Vertretern der europäischen Kommission.
„Wir haben versucht das exemplarisch europaweit umzusetzen. Europa und im speziellen Deutschland sind eigentlich keine Regionen, in dem diese Regelung unbedingt nötig gewesen wäre. Die Unabhängigkeit der Rotkreuzgesellschaften war weitestgehend immer gegeben.“, erläutert Klaus-Dieter Paschulke, Richter a.D., der für das Deutsche Rote Kreuz an den Verhandlungen teilnahm. „Aber wir wollten hier unter relativ einfachen Bedingungen eine Musterregelung treffen, die wir in den nächsten Jahren auf weitere Staaten übertragen können. Dies wird dann Aufgabe der dortigen Rotkreuzgesellschaften und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sein.“
„Auch wenn wir als Rotes Kreuz bereits seit einigen Jahren von den Verhandlungen wissen ging es auf einmal ganz schnell!“, erläutert Dr. Georg Butterwegge, Präsident und Justiziar der Wittener Roten Kreuzes. „Wir haben zunächst provisorisch eine Schranke aufgebaut und dort 24 Stunden am Tag einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin postiert, die den Besuchern die neue Situation erklärt und dokumentiert, wer sich auf dem Gelände und damit außerhalb der Bundesrepublik und auch außerhalb der Europäischen Union befindet. Theoretisch könnte es sein, dass das Auswärtige Amt dies bei uns anfragt. Zum Glück braucht ja niemand ein Visum. So geht das ganze ohne großen Aufwand vonstatten.“ Auch alle Kunden des Wittener Roten Kreuzes weiß Dr. Butterwegge zu beruhigen. „Alle Verträge bleiben unverändert bestehen und unterliegen auch weiterhin deutschem Recht, genau wie neue Verträge auch. Dies sehen die Abkommen mit der EU eindeutig so vor.“
Auch wenn die „Anreise“ jetzt minimal aufwändiger ist, freuen wir uns darauf, Sie weiterhin genauso häufig und zahlreich bei uns begrüßen zu dürfen.

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