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Evakuierung wegen des Verdachts auf eine Weltkriegsbombe

Am 18.07.17 von Jens Struppek (Einsätze)

Auf einem Acker zwischen Hauptfriedhof und „Sonnenschein“ vermutet die Stadt Witten bis zu 5 Blindgänger. Diese sollen heute entschärft werden. Dazu ist eine Evakuierung eine 250m Radius um den Fundort erforderlich. Im Ruhrgebiet ist man in solchen Fällen ja schon geübt. Dennoch ist es immer eine Herausforderung für die Hilfsorganisationen und Ordnungsbehörden. Seit 9:00 Uhr ist das Wittener Rote Kreuz im Einsatz. Wir betreiben eine Betreuungsstelle in der Jahnhalle. Die ist uns seit 2015 ja bereits vertraut. Dorthin können alle evakuierten Menschen kommen, die sich nicht sich nicht von sich aus einen andere „Bleibe“ für die nächsten Stunden aufsuchen wollen.

Derzeit werden die Bomben freigelegt und dann entscheidet der Kampfmittel-Räumdienst ob der erwartete 250m Radius ausreicht oder ob dieser aus Sicherheitsgründen erweitert werden muss. „Wir sind sehr froh, dass wir knapp einen Tag Zeit hatten uns vorzubereiten.„, erläutert David Kersten, der als Gruppenführer der Betreuungsgruppe für die Wittener Rotkreuzler verantwortlich ist. „Zwar haben wir schon die Eine oder Andere Bombenevakuierung hinter uns gebracht, doch gibt es jedes Mal Besonderheiten, die den Einsatz ganz speziell machen. Für uns als Organisation, die im Wesentlichen aus Ehrenamtlichen besteht, ist es natürlich nie ganz leicht die Leute während der normalen Arbeitszeiten von den Arbeitgebern freistellen zu lassen. Doch wir treffen zum Glück immer wieder auf verständnisvolle Chefs. Und selbstverständlich ist die Entscheidung die Bombe zu entschärfen, während die meisten Anwohner ohnehin auf der Arbeit sind absolut richtig.

Update:

Inzwischen ist klar: Es war keine Bombe und somit ist keine Evakuierung erforderlich. Zwar wurden Kampfmittelreste gefunden, aber deren Beseitigung erforderte keine Evakuierung. Somit können die etwa 30 Rotkreuz-Einsatzkräfte nun in ihren Feierabend entlassen werden.

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