Erste-Hilfe kann Leben retten!
Am 19.02.12 von Jens Struppek (Allgemein)
Es klingt wie eine Plattitüde doch oft zeigt sich die wahre Bedeutung dieses Satzes viel schneller und drastischer als es einem lieb ist. Erste-Hilfe kann Leben retten: Diese Erfahrung mussten auch vor einer Woche die Wittener Kreisrotkreuzleiterin Tanja Knopp und zwei Ihrer Arbeitskolleginnen machen. Als Konrektorin einer Wattenscheider Grundschule befand sich Knopp nach der Zeugnisvergabe zum Halbjahresende in einer Lehrerkonferenz, als sie gemeinsam mit zwei ihrer Kolleginnen zum zugefrorenen Teich des benachbarten Altenheims gerufen wurde. Dort sahen Sie einen zehnjährigen, offenbar regungslosen Jungen in der Mitte des Teiches im Wasser liegen.
Schnell eilten die drei zum Ufer, alarmierten gleichzeitig Polizei und Rettungsdienst und benutzen eilig herbeigeholtes Material, um sich provisorisch zu sichern, bevor Knopp sich vorsichtig auf die Eisdecke wagte. Noch bevor die professionellen Retter der Wattenscheider Feuerwehr eintrafen konnten die drei Ersthelfer den leblosen Jungen aus dem Wasser retten und mit den in der Ersten-Hilfe gelernten Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Auch wenn Tanja Knopp ausgebildete Rettungssanitäterin ist, so beschränkten sich ihre Möglichkeiten ohne weiteres professionelles Equipment auf das, was jeder leisten kann: auf die Erste-Hilfe. “Ansprechen des Kindes, nach Lebenszeichen suchen, den Notruf tätigen und mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Das läuft ab wie ein Film” so eine der Ersthelferinnen.
“Mittlerweile konnte der Junge, der durch die Feuerwehr in ein Gelsenkirchener Krankenhaus transportiert worden war, die Intensivstation wieder verlassen, wie wir von den Eltern erfahren haben.” so Knopp sehr erfreut eine Woche nach dem Unfall.
Weitere Informationen finden Sie auch in den Wattenscheider Lokalzeitungen in den Beiträgen der vergangenen Tage:


“10jähriger nach Eis-Einbruch in Lebensgefahr” Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) Wattenscheid, 10.02., “Wiederbelebungs-Versuch: 10-jähriger nach Eis-Einbruch weiter in Lebensgefahr” Ruhrnachrichten Bochum, 10.02., “Außer Lebensgefahr: Zehnjähriger nach Eis-Einbruch nicht mehr im künstlichen Koma” Ruhrnachrichten Bochum, von Tobias Nordmann, 17.02.
Auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtete am 10.02 in der Aktuellen Stunde und der Lokalzeit aus Essen (Link zur WDR Mediathek).
Sollten Sie Interesse haben, Ihre Kenntnisse in Lebensrettenden Sofortmaßnahmen oder in der Ersten-Hilfe aufzufrischen oder zu erweitern, besuchen Sie die Internetseite des Wittener Roten Kreuzes. Die Abteilung Ausbildung hält viele verschiedene Kursangebote für Sie bereit, die regelmäßig in den verschiedenen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises angeboten werden.