
Jürgen Niedereichholz (Firma Meewes Sanitär und Heizungstechnik), Thomas Voß (DRK-Vorstand), Jörg Dobrunz (Ferber Malermeisterbetrieb) und Maren Windemuth (Leiterin Sozialarbeit) v.l.n.r.
Häusliche Dienstleistungen, Malerarbeiten und Heizung/Sanitär – DRK Witten baut sein Netzwerk mit weiteren Kooperationspartnern aus!
Was tun Menschen, die sich mit einem Notfall im Haushalt konfrontiert sehen, aber aufgrund ihrer Bettlägerigkeit nicht einfach mit einer Telefonnummer aus dem Branchenbuch behelfen können? Was ist zum Beispiel, wenn an einem Winterabend die Heizung ausfällt? Dann ist schnelle Hilfe erforderlich. In diesem wie auch in anderen Fällen bietet das DRK Witten seine schnelle und situationskonforme Hilfe an.
Das vom Wittener Roten Kreuz gestartete Projekt „Hand in Hand zu Hause“ beinhaltet die Zusammenarbeit mit lokalen Kooperationspartnern aus Handwerk und Dienstleistung. Seit dem letzten Jahr ist der Sanitär- und Heizungsmeisterbetrieb Minnhard Meewes schon Kooperationspartner und kann z.B. im Beispielsfall der „ausgefallenen Heizung“ über die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler vor Ort umgehend vermittelt werden.
Neu hinzugekommen sind als Kooperationspartner nun der Hausmeisterservice Stoltenberg (haushaltsnahe Dienstleistungen) und der Wittener Malerbetrieb Ferber. Letztgenannter kann beispielsweis zum Einsatz kommen, wenn es etwa um die Nachsorge bei Wasserschäden oder Kälteschäden geht – viele andere Fälle sind denkbar.
Die haushaltsnahen Dienstleistungen der Firma Stoltenberg dagegen können in Anspruch genommen werden, wenn die entsprechende Kontaktperson einer pflegebedürftigen Person kurzfristig oder akut ausfällt. DRK-Vorstand Thomas Voß hat den demographischen Wandel, der sich auch vor Ort vollzieht, fest im Blick: “Der DRK-Slogan „DRK zu Hause. Lange gut leben.“ spricht vielen älteren Menschen aus der Seele. Im Rahmen der DRK-Angebote Häusliche Pflege, Hausnotrufdienst und Menüdienst haben wir jedoch häufiger festgestellt, dass mitunter auch andere, „handfeste“ sprich handwerkliche Hilfen vonnöten sind. Und dies meistens, da es sich in der Regel um hilfsbedürftige alte Menschen handelt, sehr schnell.”
Die Kooperationspartner können über das DRK nicht nur schnell vermittelt werden, sie agieren auch ebenso. Und das diese Hilfen auch kompetent sind, davon haben sich die Rotkreuzler im Vorfeld überzeugt und dazu die Kooperationspartner noch mit Auflagen bedacht, die diese gerne erfüllen. So werden sämtliche Mitarbeiter der kooperierenden Wittener Unternehmen in der Erster Hilfe geschult. Die Firma Minnhard Meewes ist darüber hinaus auch noch in Gerontotechnik zertifiziert und somit besonders geschult hinsichtlich der Bedürfnisse älterer Menschen,
gerade im Sanitärbereich.
Zum Kooperationsnetz gehört auch, dass sich die Partner untereinander austauschen und informieren, was die Leistungsangebote und auch ggf. weitere gemeinsame Einsätze anbelangt. Der Begriff „interdisziplinär“, der häufig in der Medizin verwendet wird, trifft hier ebenfalls zu. Jürgen Niedereichholz, Geschäftsführer des Meisterbetriebs Minnhard Meewes: „Wesentlich ist, dass wir den älteren Menschen das Gefühl der Sicherheit vermitteln können, dass sie sicher sein können, im Bedarfsfall schnellstmöglich Hilfe zu bekommen.“
Und auch der Austausch mit dem DRK Witten selbst gehört dazu. “Ziel ist es natürlich nicht, eine Krankenschwester zur Klempnerin auszubilden, sondern einen regen Erfahrungsaustausch zwischen Handwerker und Krankenpflegepersonal herzustellen. Das macht die ganzheitliche Betrachtung der häuslichen Situation eines hilfsbedürftigen Menschen deutlich einfacher, wenn es zum Beispiel um notwenige Umbaumaßnahmen in der häuslichen Wohnung geht, die älteren Menschen ermöglichen, länger in ihrer eigenen Wohnung zu verbleiben.” so die Kooperationspartner unisono.
Denn genau das ist der Wunsch von vielen älteren Menschen.
Text teilweise aus: “Das Rote Kreuz ruft den Klempner - Häusliche Dienstleistungen, Malerarbeiten und Heizung/Sanitär – DRK Witten baut sein Netzwerk mit weiteren Kooperationspartnern aus” Witten transparent