Am vergangenen Samstag fand am DRK-Kreisverband Witten der diesjährige Kreiswettbewerb der Rotkreuzgemeinschaften statt. Drei Wittener Gruppen traten an, um sich miteinander zu messen und herauszufinden, wer die gestellten Aufgaben besser bewältigt. Einmal jährlich finden diese Wettbewerbe im Roten Kreuz statt und zwar quer durch alle Hierarchien. Es beginnt bei den Kreiswettbewerben, an denen jede Gruppe aus sechs Helfern einer Rotkreuzgemeinschaft teilnehmen kann. Die Sieger aller Kreiswettbewerbe in einem Landesverband qualifizieren sich dann für den Landeswettbewerb. Und schließlich qualifizieren sich die Sieger der Landeswettbewerbe dann für den Bundeswettbewerb, dessen Sieger sich schließlich für den europäischen Erste-Hilfe-Wettbewerb FACE qualifiziert.
“Doch soweit sind wir noch lange nicht. Und auch wenn es Spaß macht sich mit anderen zu messen, so ist das nicht der Hauptgrund für den Wettbewerb!”, erläutert mit Christian Schuh jemand der es wissen muss. Er war schon in allen erdenklichen Positionen des Kreiswettbewerbs tätig, als Organisator, Schiedsrichter, Gruppenführer und Zuschauer. Heute war er Teilnehmer: “Im Grunde geht es bei den Wettbewerben in erster Linie um die Begegnung. Man trifft sich, trifft Leute aus anderen Bereichen des Roten Kreuzes, die man nur selten sieht und verbringt einen interessanten Tag miteinander. Das ist schon auf Kreisebene interessant, wird aber immer interessanter, je weiter es “nach oben” geht.”
“Ein weiterer wichtiger Punkt bei den Wettbewerben ist es, dass die jeweils Verantwortlichen auf Kreis-, Landes-, und Bundesebene so die Möglichkeit haben sich ein Bild vom Ausbildungsstand ‘ihrer’ Leute zu machen.” ergänzt Kreisrotkreuzleiterin Tanja Knopp, die als Wettbewerbsleiterin tätig war. “Aber alles in allem bleibt es ein Wettbewerb. Ob der Sieger auch in einer echten Einsatzsituation den anderen überlegen wären ist nicht gesagt.”



In Witten nahm heute jeweils eine Gruppe aus den Bereichen Einsatzdienste, Suchdienst und eine Gruppe des Jugendrotkreuz Stufe III (16-27 Jahre) teil. Sie mussten ihr Wissen alle in vier Grundlagenaufgaben beweisen. Aus der Wertung dieser vier Aufgaben wurde der Kreissieger gekürt. Die vier Aufgaben stammten aus den Bereichen Rotkreuz-Wissen, Blutspende und Erste-Hilfe. Sie wurden durch eine spannendes Rätsel in der Bonusaufgabe komplettiert. Bonusaufgabe deshalb, weil sie mit den eigentlichen Rotkreuzaufgaben nur bedingt zu tun hatte. In dieser Grundlagenwertung landeten die Gruppe “Einsatzdienste” und die Gruppe “Suchdienst” beide punktgleich auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von den Jugendrotkreuzlern.
Darüber hinaus hatten alle Gruppen noch eine Fachaufgabe zu bewältigen, die auf ihr jeweiliges Einsatzgebiet zugeschnitten war. Auch diese wurde von allen sehr gut gelöst.
Da alle drei Gruppen in verschiedenen Fachbereichen starteten, sind alle drei auch in ihrer jeweiligen Sparte für den Landeswettbewerbs qualifiziert. Naja warum heben wir den das “qualifiziert” sein so in der Überschrift hervor, wenn ohnehin alle schon vorher so gut wie qualifiziert waren? Ganz einfach, weil alle drei Gruppen auch im Sinne der Wettbewerbsrichtlinien eine “überdurchschnittliche Leistung” gezeigt haben und sich somit auch alle für ein Leistungsabzeichen qualifiziert haben. Und das ist alles andere als selbstverständlich!


